Überzeugend ihre technischen Merkmale:
Das leistungsstarke Kernstück dieser Werkzeuge ist eine
präzisionsgeschliffene, positive Wendeschneidplatte mit zwei Schneiden.
Im Werkzeug liegt diese Wendeschneidplatte in einem führungsähnlich
gestalteten Plattensitz, der durch eine funkenerosive Bearbeitung
hochgenau hergestellt ist.
Die besondere Form der Wendeschneidplatte und des Plattensitzes ergeben
eine Selbsthemmung. Dadurch werden die auftretenden Schnittkräfte
weitgehend abgefangen.
Im Werkzeug selbst liegt die Hauptschneide der Wendeschneidplatte auf
Mitte des Werkzeugs.
Dadurch ergibt sich ein maximaler Spanraum.
Zugleich werden die Späne nicht an die Bohrungswand gelenkt, was ja
bekanntlich bei Werkzeugen mit Neigungswinkeln nicht möglich ist und
deshalb negative Folgen (Vibrationen und Standzeitprobleme) bringt.
Die Spannung erfolgt über ein versenkt angeordnetes Spannelement. Der
freie Spanablauf ist gewährleistet. Beim Wechseln der Schneidplatte muss
das Spannelement nur etwas gelöst werden, dann kann die Schneidplatte
radial aus dem Plattensitz des Werkzeugs entnommen werden.
Das Spannelement selbst bleibt unverlierbar mit dem Trägerwerkzeug
verbunden.
Die Reserveschneide der Wendeschneidplatte liegt vollkommen geschützt im
Plattensitz.
Eine vorzeitige Zerstörung z.B. durch ablaufende Späne ist unmöglich.
Standardmäßig werden diese Werkzeuge in rechter und linker Ausführung,
wahlweise mit Stahl- oder Hartmetallschaft angeboten. Es stehen jeweils
drei Schaftabmessungen für 5 mm – 7 mm oder 9 mm Bearbeitungsdurchmesser
zur Auswahl. Die Einstellwinkel betragen wahlweise 90° oder 95°, je nach
Verwendungszweck.
Zur Bestückung dieser Werkzeuge ist nur eine rechte oder linke
Wendeschneidplattentype notwendig. Durch einen speziellen Anschliff
derselben können diese Werkzeuge auch zur Bearbeitung von Formeinstichen
aller Art verwendet werden. Die max. Stechbreite beträgt dann 1,2 mm.
Sonderausführungen auf Anfrage.
Als Schneidstoffe stehen Hartmetalle, beschichtete Hartmetalle, Cermete,
PKD und CBN zur Verfügung. Die Zerspanung von Stahl-, Guss- und
Leichtmetallwerkstoffen kann in einem Werkzeug durch Austausch der
Wendeschneidplatte mit der entsprechend geformten Schneidengeometrie
erfolgen.

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